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Mechanik der Poesie I

– Besaitete Tasteninstrumente des
15.-19. Jahrhunderts

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Mechanik der Poesie II
– Die Orgel im 17. und 18. Jahrhundert

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Orgelflügel von Joseph Böhm,
Wien vor 1830

 Orgelflügel von Joseph Böhm, Wien vor 1830 Orgelflügel von Joseph Böhm, Wien vor 1830

Orgelflügel von Joseph Böhm, Wien vor 1830


Einer der wenigen erhaltenen Hammerflügel, die über einen Registerzug "Orgel" verfügen. Die "überblasende" Flöte verleiht dem Klang des Flügels eine zauberhafte Anmutung. Mit den anderen Klangveränderungen, Pauke, Fagottzug, Moderator und Dämpferaufhebung, standen dem Musiker Klangbilder zur Verfügung, die dem Vortrag, zum Beispiel von Variationen, neue Dimensionen hinzugefügt haben.


In Aufbau und Mechanik ist das Instrument ausserordentlich kunstfertig gearbeitet. Joseph Böhm zeigt hier sein handwerkliches Können und seine gestalterische Kraft im Klangraum. Das Instrument ist für die Musikforschung von Bedeutung, weil die Orgelpfeifen einen eindeutigen Stimmton vorgeben. Dieser kann nur im Bereich weniger "Schwebungen" verändert werden.


Es ist eine der Aufgaben des Instituts für Musikinstrumentenkunde, Dokumente klanglichen Ausdrucks, wie diesen Flügel, wissenschaftlich zu erschließen. Musikalische Interpretation wird in hohem Maße vom Klangmittel bestimmt. Variationen, wie sie dieser Flügel zulässt, bergen eine Fülle von Aussagen über Ausdrucksvorstellungen, die anders kaum zu erschließen sind. Dabei ist der handwerkliche Aufbau des Instrumentes ebenso von Bedeutung, wie der musikkulturelle Kontext, in dem Musikinstrumente Wirkungen entfaltet haben.

 

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