Wissenschaftliche Rekonstruktion eines Süddeutschen Hammerflügels aus der Schule von J. A. Stein, ca. 1780

Prellmechanik mit Auslösung
Tonumfang: 5 Oktaven (F1-f3)
Stimmtonhöhe der Nachbauten: a1 = 415 Hz

Erste wissenschaftliche Rekonstruktion eines süddeutschen Hammerflügels (J. A. Stein-Schule ca. 1780) 
Erste wissenschaftliche Rekonstruktion eines süddeutschen Hammerflügels (J. A. Stein-Schule ca. 1780)

Nachbau Nummer 1:

L. van Beethoven (1770-1827)
Sonata Nr. 17 op. 31, Nr, 2 d-moll 

Varvara Manukyan (Interpretin)
Thomas Schweiger (Musikproduktion)

Stimmtonhöhe: a1 = 415 Hz
Stimmung: Neidhardt - "Für die kleine Stadt"

Aus dem 1. Satz Largo/Allegro

Aus dem 2. Satz

Zweite wissenschaftliche Rekonstruktion eines süddeutschen Hammerflügels (J. A. Stein-Schule ca. 1780) 
Zweite wissenschaftliche Rekonstruktion eines süddeutschen Hammerflügels (J. A. Stein-Schule ca. 1780)

Nachbau Nummer 2:

L. van Beethoven (1770-1827)
Sonata Nr. 17, op. 31, Nr. 2 d-moll 

Varvara Manukyan (Interpretin)
Thomas Schweiger (Musikproduktion)

Stimmtonhöhe: a1 = 415 Hz
Stimmung: Neidhardt - "Für die kleine Stadt"

Aus dem 1. Satz Largo/Allegro

Aus dem 2. Satz

 

Arbeitsdetails zum Nachbau des Originalinstrumentes:

 
 

Dieses Instrument befindet sich in der Sammlung des Instituts und wurde ausführlich dokumentiert. Es ist in seiner wesentlichen Substanz im Originalzustand erhalten und bleibt als bedeutendes klaviergeschichtliches Zeugnis unverändert. Es fehlt jeder direkte Hinweis auf einen Hersteller am Instrument; einerseits entsprechen Entwurf und viele Details der Machart Johann Andreas Steins, andererseits gibt es einige handwerkliche Eigenheiten, die in dieser Art und Weise bei Steins Instrumenten nicht zu finden sind und daher Stein selbst als Erbauer des Instruments ausschließen lassen.

Beim Nachvollzug der Herstellung im Vergleich mit den im Original vorgefundenen Arbeitsspuren zeigte sich ein überaus kundiges und raffiniertes Vorgehen des bislang unbekannten Herstellers. Insofern entspricht das Originalinstrument einem allerersten Stadium der Ausbreitung der für ihre Zeit revolutionären Hammerflügel in Steinscher Bauweise, das, offenkundig noch in  gründlicher Kenntnis von Steins eigenen Instrumenten, vielleicht von einem ehemaligen Mitarbeiter Steins geschaffen wurde, der eine ganz individuelle handwerkliche Handschrift entwickelt hatte.

Fragmentierte Klaviatur des Originalinstrumentes 
Fragmentierte Klaviatur des Originalinstrumentes

"Musikalischer Almanach für Deutschland auf das Jahr 1782", Nikolaus Forkel.
Aus dem Kapitel: "Verzeichnis der besten Instrumentenmacher in Deutschland"

"Musikalischer Almanach für Deutschland auf das Jahr 1782", Nikolaus Forkel. Aus dem Kapitel: "Verzeichnis der besten Instrumentenmacher in Deutschland"


Stein (Johann Andreas) Orgel- und Instrumentmacher zu Augsburg; geb. zu Heidelsheim im Pfälzischen 1728. Ausser daß er vortrefliche und sehenswürdige Orgeln gebaut hat, verfertigt er auch ungemeine schöne Flügel, Pianoforte, Claviere und andere musikalische Instrumente. Er hat auch ein neues Orgelregister erfunden, dessen Verfertigung er aber noch geheim hält. Seine Pianoforteinstrumente sollen in Absicht auf Schönheit der Arbeit und des Tons, wie auch der Deutlichkeit im Vortrage, den Spathischen ähnlich seyn.

 
 
 

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