Die Vermessung dient als Grundlage zur Rekonstruktion des
Instruments und wird dementsprechend mit großer Genauigkeit und Sorgfalt
durchgeführt.
Ein erster Schritt ist die visuelle Begutachtung des Instruments
zur Festlegung der Vorgehensweise.
Für den Flügel von Gregor Deiss ist
eine Kombination folgender Messmethoden vorgesehen:
Messaufbau für taktile Vermessung der Draufsicht. Dabei wird der Ist-Zustand des Instruments mit einer Genauigkeit von 0,08mm erfasst. Wichtig ist die exakte Abtastung der Stegstiftpositionen für die Ermittlung der Mensurmaße. Der Resonanzboden ist hierbei Bezugsebene der Vermessung.
Ergebnis der Vermessungsarbeiten im Massstab 1:1 im Rhinozerus CAD- Programm. Der Plan ist Grundlage für den Nachbau, ist skalierbar für etwaige Korrekturen und kann mit dem Plotter ausgedruckt werden.
Unterboden mit ausgebauten Hebeln
Vermessung Unterboden mit Hebeln
Hebel zur Vermessung vorbereitet
Messaufbau
Detail Hebellager
Untersuchung vom Resonanzraum durch die Schallöffnung des Instruments
Vorläufige Rekonstruktion der Verstrebungen im Resonanzraum

Hauptstreben

Auflage für obere Streben

Endoskopische Vermessung

Erfassung
der Karyatiden mithilfe von Laserabtastung.
Da sie unterschiedlich ausgeführt sind müssen alle vier einzeln eingescannt werden.
Darstellung
des Scans im Rhino CAD Programm.
Die Karyatiden könnten nun mit einer CNC-Maschine gefräst oder mit einem 3D-Drucker
erstellt werden.
Die Wiener Kapseln des originalen Flügels von Gregor Deiß 1815 und die im Greifenberger Institut rekonstruierten Kapseln wurden im Verfahren der Energiedispersiven Röntgenfluoreszenz-Analyse miteinander verglichen.
Das Protokoll der RFA -Analyse stellen wir zur Ansicht zur Verfügung:
Durch einen Direktvergleich hochpräziser 3D-Scans wird die Plausibilität der Annahme, dass die beiden Münchner Instrumentenbauer Gregor Deiss und Louis Duelcken ihre Hammerkapseln von einem gemeinsamen Lieferanten bezogen, stark untermauert.