

Die beiden (1762/66) von Karl Joseph Riepp gebauten Chororgeln der Benediktinerabtei Ottobeuren (hier die Hl.Geist-Orgel) fügen sich vollkommen in das Chorgestühl ein.
Die Orgeln von Karl Joseph Riepp haben im Laufe ihrer Geschichte mehrere Eingriffe erfahren. Das Greifenberger Institut hat eine Voruntersuchung durchgeführt, um den erhaltenen Bestand und die Archivalien auf Übereinstimmung überprüfen zu können.
Die mit dem Endoskop gewonnen Aufnahmen lassen erste Begegnungen mit der Arbeitsweise des Orgelbauers Karl Joseph Riepp zu.







Bernard Morlot (1766), Familie Riepp (Klostermuseum Ottobeuren)
Da der Bau von Cembali zu den damals üblichen Nebengewerben eines Orgelbauers zählte, ist anzunehmen, daß Riepp auch das abgebildete Cembalo erbaut hat. Auf dem Notenpult ist eine Handschrift des Menuets aus dem „Premier livre de pieces de Clavecin“ (1706) von Jean-Philippe Rameau aufgelegt. Das Schriftbild/die Notation stimmt jedoch nicht völlig mit dem Druck überein. Da Rameau selbst, sein Bruder Claude (Trauzeuge bei Riepps Hochzeit), und Vater Jean selbst Organisten in Dijon waren, kannten sich die Familien Rameau und Riepp sehr gut.
